Ältere Browser

Seitdem Tim Berners-Lee im Jahre 1989 den ersten Webserver und zugleich den ersten Webbrowser entwickelte, hatten die verschiedstten Webbrowser eine lange Entwicklungslinie hinter sich. Die folgenden Versionen brachten Erneuerungen mit wie CSS oder JavaScript, die das WWW für den Benutzer annehmlicher und ästhetischer machten. Obwohl wahrscheinlich keiner mehr mit den Browsern anno 1990 im WWW unterwegs ist, gibt es aber eine gewisse Anzahl von Internetnutzern, die immer noch mit veralteten Browsern surfen.

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Netscape 4

Ein Grund, weswegen hier der Netscape 4 Browser explizit genannt wird, ist, dass dieser Browser die schlechteste CSS - Unterstützung von allen verfügbaren CSS - fähigen Browsern bietet. Der Aufwand für diesen veralteten Browser das CSS - Layout anzupassen wäre zu enorm. Es ist zwar eine immer kleiner werdene Minderheit, die diesen Browser benutzen, aber die, die diesen benutzen, werden mit einem chaotischen Layout konfrontiert. Im Sinne der Barrierefreiheit, muss wenigstens die Wahrnehmbarkeit der Texte und Bilder garantiert werden.

Ein Weg diesen Missstand zu beheben wäre, die Stile für diesen Browser auszuschließen. Dazu verwendet man eine sogenannte At - Regel, genauer gesagt die @import - Regel. Da der Netscape 4 - Browser diese Regel wegen seiner mangelenden CSS - Fähigkeiten nicht interpretieren kann und diesen ignoriert, kann man diese verwenden um einen Stil in einer Datei zu importieren. Diese Regel sähe dann so aus.

@import url(dieEigentlicheCss.css);

Diese Regel kann alleine für sich in einer Datei oder im style - Element stehen und garantiert, dass der Stil für Netscape 4 abgeschottet wird.

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Veraltete Browser

Aber nicht nur der Netscape in der Version 4 interpretiert CSS - Regeln falsch. Auch die alten Vorgänger von Opera oder Internet Explorer haben Mängel in der Interpretation von CSS. Das liegt vor allem an der damaligen mangelden Unterstützung der verabschiedeten Standards von dem W3C. Auch die Phase, in der Browserhersteller versuchten eigene Elemente einzubinden, trug etwas zu dieser Entwicklung bei.

Auch wenn sie veraltet sind und nur noch in geringen Zahlen in den Browserstatistiken auftauchen, muss in einem barrierefreien Webdesign auch auf diese möglichst Rücksicht genommen werden. In vielen Bereichen haben die Benutzer keine andere Wahl, als veraltete Browser zu benutzen, zum Beispiel in Unternehmen oder in Internetcafés. Da es aber ein enormer Programmier- und Testaufwand wäre, für alle möglichen Kombinationen von Browsern und Betriebsystemen die Seite gleich aussehen zu lassen, verzichten die meisten Webdesigner darauf. Meistens wird geachtet, dass die Seite ab Internet Explorer 5 oder Opera 6 "vernünftig" aussschaut und die Inhalte wahrnehmbar sind.

Wie setzt man das aber nun um? Dafür gibt es sogenannte "Hacks", die Regeln für bestimmte Browser ausblenden oder nur für diese zugänglich machen. Es gibt sie für alle Browser und verschiedene Situationen, sind sehr verschieden und haben sonderliche Namen wie den Tantek-Hack, benannt nach seinem Entdecker.

Auf der Seite "Browserweiche per CSS (Neue Seite)" bietet Diplom-Des. Kristof Lipfert (Neue Seite) eine Übersicht von Hacks an und in welchen Browsern sie welche Wirkung verursachen, die zudem noch valide sind.

Außerdem bieten viele Unternehmen einen Dienst im Internet an, mit dem man seine Webseite auf vielen verschiedenen Browsern auf verschiedenen Betriebssystemen mit verschiedenen Konfigurationen austesten kann. Ein Beispiel wäre BrowserCam (Neue Seite), eine kostenpflichtige Dienstleistung in der man Zugriff auf diese Systeme via VNC hat. Mit dem kostenlosen Testaccount liefert es Screenshots von der eigenen Seite in den jeweiligen Konfigurationen.

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