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Pagedesign |
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So wichtig die Planung der gesamten Website, so wichtig ist auch die Planung der Einzelseite. Denn die einzelne Seite (oder das
Frameset) ist die eigentliche Gestaltungsaufgabe beim Webdesign: Der Besucher sieht immer
nur eine Seite (oder ein Frameset). Dabei wirken alle Elemente der Seite als Ganzes. Keine
Form, so ein Grundsatz des Gestaltens, steht
alleine, keine Farbe wird
alleine wahrgenommen. Jede Form, jede Farbe und damit jedes Element entwickelt seine
Wirkung aufgrund der eigenen Attribute und denen der Nachbarform(en) und -farben. |
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Einfachstes Beispiel: Bei schwarzer Schrift auf weißem Grund hat
der kontrastreiche Grund eine ähnlich wichtige Bedeutung wie die Form der Lettern. Sie
brauchen nur die Papierfarbe zu ändern und die Schrift wirkt bereits völlig anders. |
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Schwarze Schrift auf gelbem Grund liest sich durch eine ähnliche
Kontraststärke auch nicht viel schlechter als "Schwarz auf Weiß", hat aber
eine völlig andere Anmutungsqualität, etwa die stärkere Aggressivität oder Dynamik. |
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Eine
Einzelform, egal ob einfach, geometrisch oder kompliziert, können Sie gar nicht ohne den
farbigen Kontrast zum Hintergrund sehen. Formen ohne Bezug zu Nachbarformen und sei
es nur als farbige Begrenzung gegenüber der Fläche des Hintergrunds können gar
nicht identifiziert werden. Die Quintessenz ist einfach, aber grundlegend: Egal welche
Elemente Sie auf einer Seite einsetzen, Formen und Farben entwickeln immer ein Geflecht
aus wechselseitigen Abhängigkeiten. Das ist beim Print so, das ist beim Webdesign noch wesentlich ausgeprägter.
Denn Webseiten müssen sich im Kontext des Browserfensters behaupten. |
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| Zwei Dinge sind im Unterschied zum
Printdesign deshalb wesentlich: |
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Die Einzelseite muß da alleine angezeigt
für sich bestehen können. Dazu zählen der Aufbau über ein Gestaltungsraster,
sämtliche grafischen Elemente und eingesetzten Farben, Schriften und typographischen
Elemente sowie die Navigation. Jede Verknüpfung lädt nur wieder neue, einzelne Seiten,
die gleichermaßen für sich bestehen müssen. Anders als beim Print bilden die
Einzelseiten keine Einheit, etwa durch die Bindung oder Faltung. Auch im Frameset, bei dem
oft "nur" einzelne Inhaltsseiten nachgeladen werden, müssen diese Einzelseiten
für sich bestehen. |
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Inhaltsseiten stehen nie alleine. Wenigstens das Browserfenster ist der "Rahmen".
Bei Benutzern von großen Bildschirmen wird der Browser sogar oft nicht im Vollbildmodus
(1024 x 768 oder 1600 x 1200 Pixel) ausgeführt, da ein Großteil der Webseiten für eine Gesamtauflösung von 800 x 600 Pixeln konzipiert sind
(dem derzeitigen Quasi-Standard bei semi-professionellen Anwendern und Nichtgrafikern) und
bei größerer Auflösung eher verloren wirken. Dabei sind oft noch andere
Anwendungsfenster aktiv. |
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Optische Konkurrenz lenkt ab. Wartezeiten verführen zum
Wechsel zwischen den offenen
Applikationen (oder zum Sprung auf die nächste Adresse bzw. Webseite). Das heißt, daß
der
Seitenaufbau besonders gründlich konzipiert werden muß. Das Ziel ist es, eine homogene,
in
sich konsistente und (grafisch) logische Struktur der Einzelseite anzubieten, die sowohl
das
schnelle Auffinden der gesuchten Information wie auch die problemlose Navigation
ermöglicht. |
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In Verbindung mit einem schnellen Seitenaufbau durch kleine Dateigrößen sollte der
Benutzer sich ganz auf die Inhalte der Seite konzentrieren können. Dazu müssen Sie den
Betrachter führen und leiten, sein Interesse wecken die Versprechen dann
allerdings auch einhalten. Nichts anderes ist die Aufgabe von Grafikdesign oder für
den Bildschirm: Webdesign. |
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